Fünf Texte von Marguerite Duras: über die reine Zahl, Rom, Malerei, den Tod eines englischen Fliegers während des Zweiten Weltkriegs: scheinbar belanglose, private Themen, die doch immer hinführen zum Anfang einer Geschichte und damit zum Schreiben, dem Hauptstück des Bandes:» In einem Loch sein, auf dem Grund eines Lochs, in einer gleichsam totalen Einsamkeit und entdecken, daß nur das Schreiben retten kann. Keinen Stoff, keine Idee für ein Buch haben, gerade das bedeutet, plötzlich vor einem Buch zu stehen. Vor einer verfügbaren Unermeßlichkeit, vor einem möglichen Buch. Vor nichts. Vor einem lebendigen und nackten Schreiben, das schrecklich ist, schrecklich zu ertragen. Ich glaube, daß die Person, die schreibt, ohne Idee von einem Buch ist, sie hat leere Hände, einen leeren Kopf und erfährt das Abenteuer des Schreibens nur als trockene, nackte Schrift ohne Zukunft, ohne Echo, mit den elementaren Grundregeln von Orthographie und Sinn.«